Fujitsu ermittelt Ökobilanz für ausgewählte Produkte

Product Carbon Footprint-Initiative für ESPRIMO Desktop PC und PRIMERGY Server erfolgreich abgeschlossen

Fujitsu-Produktmanagerin Corinna Kammerer erklärt den CO2-Fussabdruck eines ESPRIMO Desktop PC

Nach neun Monaten schließt Fujitsu sein Product Carbon Footprint (PCF)-Projekt ab und stellt gemeinsam mit dem Augsburger bifa Umweltinstitut die Ergebnisse vor. Der „Product Carbon Footprint“ eines Produktes, also sein CO2-Fußabdruck, steht für den Beitrag, den dieses Produkt in der CO2-Bilanz unseres Planeten hinterlässt. Fujitsu hat gemeinsam mit dem bifa Umweltinstitut mit Hilfe einer Ökobilanz nach ISO 14040 (Life Cycle Assessment (LCA)) exemplarisch Produkte aus dem PC- und Server-Sortiment von Fujitsu entlang des Produktlebenszyklus analysiert und die Resultate ausgewertet. Das Berliner Fraunhofer Institut IZM hat die Ergebnisse kritisch überprüft und positiv bewertet.

Ziel des Projektes war es, Maßnahmen zu identifizieren und Methodiken zu entwickeln, mit deren Hilfe präzise Auskünfte über die tatsächlichen Emissionswerte von Produkten getroffen werden können. Das Projekt zur Ermittlung des ökologischen Fußabdrucks ist Teil der Green-Strategie von Fujitsu. Diese zielt darauf ab, die CO2-Emissionen, die bei der Produktion und später während des Betriebs von Fujitsu-Produkten entstehen, zu senken, sowie noch umweltverträglichere Produkte zu entwickeln. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesem Projekt wird Fujitsu darüber hinaus in Projekte einbringen, die wiederum Kunden dabei unterstützen, ihre eigenen CO2-Emissionen zu senken.

Fujitsu-Produktmanagerin Corinna Kammerer in der Diskussion

Nach wie vor ist die Vorstellung – auch auf Herstellerseite – weit verbreitet, “grüne” Technologie sei mit energieeffizienter Technologie gleich zu setzen. Diese Betrachtung berücksichtigt jedoch nur einen einzigen Aspekt von vielen, die in der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks eine Rolle spielen. Generell wird der CO2-Fußabdruck in CO2-Äquivalenten (CO2eq) über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes hinweg – von der Wiege bis zur Bahre – bilanziert. Das schließt die Rohstoffgewinnung sowie die Herstellung der Zuliefererkomponenten, Transport, Montage, die Nutzung und auch die Entsorgung, beziehungsweise das Recycling, ein. Im Fall des Desktop-PCs ESPRIMO E9900 etwa flossen zum Beispiel auch die entsprechenden Bilanzen für Maus, Tastatur, Handbuch und Verpackung in die Berechnung mit ein. Die Berechnung selbst erfolgt anhand eines typischen Lebenszyklus in Abhängigkeit von der Produktgruppe.

Hürde: Internationale Standardisierung

Die unterschiedliche Größe der Grafikkarte beinflusst den CO2-Fussabdruck eines PC erheblich

Bislang ist die Berechnung eines vergleichbaren und absoluten Werts für den CO2-Fußabdruck auf Grund methodischer Schwierigkeiten und fehlender Standards noch nicht möglich. Hier ist Fujitsu einer der Treiber in der

Industrie. Das Unternehmen ist mit Partnern, Zulieferern und Marktbegleitern im Kontakt, um übergreifende Standards zu etablieren und zu nutzen. Initiativen wie das PCF-Projekt von Fujitsu sind ein wesentlicher Schritt auf einem langen Weg zu vergleichbaren Emissionsberechnungen. Sie ermöglichen einen guten Einblick in den Ausstoß von Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auf diese Weise kann das Unternehmen künftig Möglichkeiten zur Reduktion identifizieren:

  • Optimierung der verwendeten Menge an Energie und Rohstoffen bei der Produktion sowie die Umstellung auf alternative Rohstoffe mit geringerem Umwelteinfluss
  • Transport: Reduktion der Emissionen beim Transport durch Verlagerung auf Bahn- und Seetransport
  • Wiederverwendung und Recycling von Geräten und Bauteilen im Fujitsu Recycling Center in Paderborn und weltweit
  • Entwicklung und Bereitstellung energieeffizienter Netzteile und Produkte für den Verbraucher
  • Optimale Konfiguration von Hauptspeicher, Grafik und Energieoptionen
  • Nutzung energieeffizienter IKT-Produkte (Blauer Engel und Energy Star berücksichtigen)

Umweltinitiativen von Fujitsu

Fujitsu engagiert sich seit vielen Jahren weltweit in Initiativen und Projekten, die sich der Ermittlung der eigenen Emissionswerte und möglicher Stellschrauben widmen. Das Unternehmen verfolgt dabei einen zweigleisigen Ansatz: Zum einen konzentriert sich das Unternehmen darauf, selbst besonders umweltverträgliche IT-Produkte herzustellen

Hellmut Böttner, Corporate Quality, Fujitsu Technology Solutions

(„Green in IT“). Das Produkt- und Serviceportfolio von Fujitsu umfasst bereits heute zahlreiche „grüne“ Elemente,  angefangen von energieeffizienten Notebook-Modellen, dem 0-Watt-PC und 0-Watt-Monitor über energieeffiziente Server und Speichersysteme bis hin zu Assessment Services für Energieeffizienzverbesserungen im Rechenzentrum. Zugleich entwickelt Fujitsu Lösungen, die anderen Unternehmen oder ganzen Industrien dazu verhelfen, IT gezielt für umweltverträglichere Infrastrukturen einzusetzen („Green by IT“), etwa in den Sektoren Verkehr oder Gebäudemanagement.  

Bereits 2007 hat die Fujitsu Group das „Green Policy Innovation“-Programm gestartet, durch das Fujitsu seither die CO2eq-Emissionen in Japan um sieben Millionen Tonnen senken konnte. 2009 dehnte Fujitsu das Projekt weltweit aus und plant heute, bis 2012 weltweit die CO2eq-Emissionen um 15 Millionen Tonnen zu reduzieren. Dieser neue globale Ansatz stellt einen Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung von Fujitsus mittelfristig ausgerichteter Vision dar, der Green Policy 2020.

Dr. Siegfried Kreibe, Director, bifa Umweltinstitut

Darüber hinaus wird Fujitsu in der aktuellen Umwelt-Studie “Low-Carbon and Environmental Leadership in the ICT Industry 2010” des Marktforschungsunternehmens Gartner und des WWF in zwei von fünf Kategorien als Nummer 1 aufgeführt. Die größte jemals durchgeführte unabhängige Studie untersucht die Umweltschutzbemühungen von Unternehmen mit einem weltweiten Nachhaltigkeitsansatz zur Reduzierung der Treibhausgasemission bei ITK-Produkten.

O-Töne:

Armin Kumpf, Senior Director Quality Management bei Fujitsu Technology Solutions:
„Fujitsu forscht seit Jahren nach den Faktoren, die den ökologischen Fußabdruck nachhaltig vermindern. Um Produkte hinsichtlich ihrer CO2-Emissionen vergleichen zu können und sie mit entsprechenden Labels zu kennzeichnen, brauchen wir jedoch internationale Standards und eine solide Datenbasis für solche Vergleiche.“

Dr. Siegfried Kreibe, Director beim bifa Umweltinstitut:
„Wie Computer die Umwelt beeinflussen, entscheidet sich nicht nur während ihrer Produktion sondern maßgeblich während ihrer Nutzung, denn dann werden die meisten Treibhausgase verursacht. Fujitsus ausgeprägte Bereitschaft, in die Untersuchung seiner Produkte über ein Life Cycle Assessment zu investieren, hat uns deshalb sehr beeindruckt.“

Karsten Schischke, Senior Researcher und Ökobilanz-Experte beim Fraunhofer Institut:
„Bereits in den Projektsitzungen gab es lebhafte Diskussionen über das Zusammenwirken der technischen Anforderungen mit den Umweltauswirkungen der Produkte. Das ist genau der Zweck bei der Ermittlung des CO2-Fußabdruckes: Die Dinge messen und die Umweltauswirkungen reduzieren. Ich hatte den Eindruck, dass die Belegschaft von Fujitsu sich aus dem Projekt für die Entwicklungsarbeit inspirieren ließ.“

Weitere Informationen finden Sie unter:Präsentation Fujitsu und Green IT
Präsentation Fujitsu PCF Projekt
Präsentation PCF Projekt bifa

White Paper Desktop PC LCA-PCF ESPRIMO E9900
Fact Sheet Desktop PC CO2-Fussabdruck ESPRIMO E9900

White Paper Server LCA-PCF PRIMERGY TX-RX 300 S5
Fact Sheet Server CO2-Fussabdruck PRIMERG RX-TX

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Kategorien: Client, Green IT, Pressemitteilungen, Server

Veröffentlicht von Fujitsu-PR am 2. Dezember 2010 um 12:35 Uhr

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